Die Mannschaft

Die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Waldsee setzt sich aus den Wehreinheiten
Otterstadt und Waldsee zusammen. Gemäss dem Landesbrand und Katastrophenschutzgesetz
des Bundeslandes Rheinland Pfalz (LBKG) stellt die grösste Ortsgemeinde
in einer Verbandsgemeinde die sogenannte Stützpunktwehr. In Otterstadt
gehören 1 Frau 29 Mann der örtlichen Wehreinheit an. Die Feuerwehr
Waldsee setzt sich aus 49 aktiven Wehrangehörigen (Stand 01.01.2001) zusammen.
Das Durchschnittsalter ist bei "Anfang bis Mitte Zwanzig" angesiedelt.
Die Feuerwehr ist ein Schmelztiegel der unterschiedlichsten Berufsgruppen und
Charaktere. So finden sich in der Feuerwehr Waldsee Schüler, Auszubildende
(sowohl im kaufmännischen als auch im technischen Bereich), Handwerker,
Beamte, Lehrer, Verwaltungsangestellte, Ingenieure, Studenten, Bankkaufleute,
Berufe im Bereich der EDV (ohne diese wäre die Erstellung der Homepage
nicht möglich gewesen) Leute mit naturwissenschaftlicher, betriebswirtschaftlicher
Ausbildung, etc.. Man muss nicht unbedingt Handwerker oder Techniker sein um
Spass bei der Feuerwehr zu haben.
Teilweise dient das "Hobby" Feuerwehr als Ausgleich zu so manchem
nicht durch körperliche Tätigkeit geprägten Berufsalltag. Der
Nutzen dieser "polyphonen" Zusammensetzung der Feuerwehr besteht darin,
dass aus jedem Berufsbild das Wissen in die Arbeit der Feuerwehr und die unterschiedlichsten
Aufgabenstellungen bei den Einsätzen eingebracht werden kann. Nicht alle
Aufgaben sind durch pure Muskelkraft zu bewältigen - vielmehr setzt sich
die Arbeit durch einen gesunden Mix aus purer "Manpower" und theoretischer
Problemlösung zusammen.
Wer kann Mitglied in einer Freiwilligen Feuerwehr werden:
Prinzipiell jeder der Spass an der Sache hat und im Team arbeiten kann und
will. Da entsprechend dem LBKG in Rheinland Pfalz auch bei den Freiwilligen
Feuerwehren das Arbeitsgesetz für Beamte zum Tragen kommt, müssen
die Floriansjünger bei Eintritt in die Feuerwehr mindestens 16 Jahre alt
sein. Ab dem 18 Lebensjahr ist die Teilnahme an Einsätzen erlaubt und mit
dem 60. Geburtstag folgt zwangsweise die Verabschiedung aus dem aktiven Dienst
in der Feuerwehr.
Noch ein Wort zur Freiwilligkeit:
"Freiwillig" bedeutet, dass es kein Entgeld für die Tätigkeit
und den zeitlichen Aufwand gibt. Der Zeitaufwand für Übungen und Einsätze
wird nicht erstattet. Trotzdem wird erwartet, das der Angehörige der Freiwilligen
Feuerwehr die gleiche Qualifikation erlangt wie die Kollegen der Berufsfeuerwehren
um somit die gleiche qualitative Arbeit leisten zu können. Das LBKG schreibt
vor, dass in Kommunen mit einer Einwohnerzahl ab 90.000 eine Berufsfeuerwehr
eingerichtet werden muss (in Rheinland Pfalz sind dies: Mainz, Ludwigshafen,
Koblenz, Trier und Kaiserslautern) kleinere Kommunen verfügen über
Freiwillige Feuerwehren. Der Bürger hat auf Basis der Gesetzgebung den
gleichen Anspruch auf schnelle, effiziente Hilfeleistung, egal ob er in einer
der fünf grösseren Städte mit Berufsfeuerwehr wohnt oder ob er
in einem kleineren Ort beheimatet ist.
Die Gruppe IV - eine liebenswerte Besonderheit:
Wie bereits oben beschrieben muss der Abschied aus dem aktiven Dienst mit dem
Eintritt in das 60. Lebensjahr quittiert werden. Da es allerdings nicht einfach
ist nach, z.B. 40 Jahren Feuerwehr, einfach Ade zu sagen und den Laden nur noch
von aussen zu betrachten (wir werden schliesslich auch einmal soweit sein) wurde
die sogenannte Gruppe IV eingerichtet. Hier treffen sich in regelmässigen
Abständen, mindestens einmal monatlich, alle die die dieser zwangsweisen
Pensionierung unterliegen sowie "ältere" Kameraden die noch der
aktiven Wehr angehören. Weiterhin werden solche Wehrangehörige in
diese Gruppe aufgenommen die aus beruflichen oder privaten Gründen aus
dem aktiven Dienst ausscheiden mussten. Man pflegt den engen Kontakt zu "seiner
Wehr" und unterstützt diese bei festlichen Aktivitäten, übernimmt
die Restaurierung von Ausstellunggsstücken, etc.. Einsatztaktisch können
wir zudem aus diesem Personenkreis bei langwierigen Einsätzen (z. B. Besetzung
der Deichwachhäuser) aus einem zusätzlichen Potential an Einsatzkräften
zurückgreifen
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